„Ich bin Daniel Gathof, 43 Jahre alt und wohne im schönen Vogt. Die Region ist ideal, um den Radsport auszuüben. Ich habe den Wald vor der Tür und den Bodensee und die Berge in unmittelbarer Nähe. Mein erster großer Erfolg war der Gewinn der Transalp, einem Mountainbike-Etappenrennen über die Alpen. Das war der Startschuss für meine Karriere. Weitere Höhepunkte waren Siege in Afrika und Bronze bei den Weltmeisterschaften in Italien.
Ich trainiere 5- bis 6-mal pro Woche, davon 85 % auf dem Rad. Dazu kommt Krafttraining, Stretching, Yoga und Langlauf. Als Sportler achte ich auf meine Ernährung. Vom Abwiegen des Essens oder superstrengen Prinzipien halte ich nichts, das hat man über die Jahre im Gefühl. Aber viele Portionen Reis vor einem Rennen, das muss sein. Ruhe und Zuversicht haben mich, neben der Disziplin, weiter gebracht als mein Talent. Lampenfieber habe ich nur noch bei Meisterschaften oder im Bereich Gravel, quasi dem Hybrid aus Straßen- und Crossrad, der für mich noch neu ist.
Abseits des Trainings engagiere ich mich für Kinder: Ich besuche Schulen und vermittle Spaß an der Bewegung. Außerdem begleite ich das Altstadtrennen in Ravensburg sowie den Schülerradsporttag – mit Unterstützung der TWS. Ein weiteres Herzensprojekt ist SHIFT UP FOR RWANDA. Hier unterstützen wir benachteiligte Kinder in Ruanda und ermöglichen ihnen den Zugang zu Bildung und dem Radsport. Über unseren Förderverein bringen wir den Kids Mountainbikes, sportliches und technisches Know-how und das dringend benötigte Schulgeld. Der Radsport wirft bekanntermaßen nicht so viel ab, weshalb viele Sportler:innen ein zweites Standbein haben – auch ich. Ich gebe mein Wissen in Form von Vorträgen und Workshops in Unternehmen weiter. Ich leite Fahrsicherheitstrainings und gebe Tipps zu Technik, Flow und Motivation.
Dass ich mit über 40 noch mit Leidenschaft im Profisport aktiv bin – noch nicht mental und körperlich ausgelaugt –, hängt mit meinem starken Auffangnetz zusammen: meiner Familie, guten Freund:innen und der Umgebung, in der ich mich wohlfühlen kann. Und mit meinem lockeren Mindset! Außerdem ist es mir wichtig, dass das Radsportleben mit dem Familienleben kompatibel ist. Man muss immer die Zeit nach dem Sport im Blick haben. Ich freu mich auf das, was da noch kommt!“