Julia Sauter
Die Eiskunstläuferin genießt ihre Zeit als Sportlerin
Julia Sauter-Czarnik gehört zur Weltspitze beim Eiskunstlauf, mischt mit 26 noch in den Top 20 bei internationalen Wettkämpfen mit und hat die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand im Auge.
© Don Ailinger
vom 18. Dez 2023
Autor: Stefan Blank
Fotos: Don Ailinger

„Mit 26 bin ich noch voll dabei, während meine Gegnerinnen alle zwischen 15 und 21 Jahre alt sind. Ich habe mir noch nie etwas gebrochen und wenn ich hinfalle, dann stehe ich auf und mache weiter. Das habe ich schon als kleines Kind gelernt, denn mit vier habe ich Eiskunstlauf angefangen. Ich bin in Weingarten geboren und in Ravensburg aufgewachsen. Ein Mädchen in der Nachbarschaft machte Ballett, ein anderes Eiskunstlauf. Ich wollte beides, aber meine Mutter sagte mir, ich solle eine Entscheidung treffen, also wurde es Eiskunstlauf. Im Eisstadion St. Christina habe ich mich aufs Eis gestellt und konnte es einfach. Ich habe schnell die Basics gelernt, an Kürklassen teilgenommen und konnte mit neun alle Doppelsprünge. Dann war ich im Landeskader und habe mich weiter durchgebissen. Denn der Eissport wird in Deutschland leider wenig gefördert. Ich blieb im Eislaufclub in Ravensburg und als ich 13 war, kam Marius Negrea, ein berühmter rumänischer Eiskunstläufer. Er wurde mein Trainer. Wir beschlossen, dass ich zukünftig für Rumänien starte, denn dort waren die Bedingungen einfach viel besser als in Deutschland.

Ich zog also mit meiner Mutter nach Braşov und nahm 2012/2013 an den rumänischen Meisterschaften teil. Und dann begann meine Eisreise. Bei den Europameisterschaften 2019 erreichte ich den 14. Platz, 2023 in Espoo den 10. und jetzt gerade geht’s Richtung Olympische Winterspiele. Ich lebe wieder in Ravensburg, denn mein Mann Robbie Czarnik ist hier Eishockeyprofi. Es ist schön, wieder im gewohnten Umfeld zu sein und meine Familie um mich zu haben. Dabei genieße ich meine Zeit als Sportlerin und plane gleichzeitig mein Leben nach dem Sport. Ich freue mich darauf, später auf meine Karriere zurückblicken zu können.“

Making of #meinschussental Julia Sauter – Die Eiskunstläuferin genießt ihre Zeit als Sportlerin © Don Ailinger

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