„Ich bin gebürtiger Ulmer, in Langenau aufgewachsen und habe in Köln Sportwissenschaften mit Schwerpunkt Medien und Kommunikation studiert. Für mein Volontariat bei der Schwäbischen Zeitung ging es zunächst quer durchs Ballungsgebiet, seit 2009 bin ich in Ravensburg. Ich berichte über Spiele und Spieler, führe Interviews, fotografiere und liefere Videoausschnitte für RegioTV. Eishockey steht im Lokalsport an erster Stelle, dazu kommen Fußball, Volleyball, Football und viele erfolgreiche Einzelsportler. Die Vielfalt an ambitioniertem Sport in unserer Region ist beeindruckend. In 20 Jahren Sportredaktion durfte ich viele besondere Momente erleben. Einer davon war das WFV-Pokalfinale des FV Ravensburg 2016: Mit einem 5:2-Sieg im GAZi-Stadion auf der Waldau schaffte der Verein erstmals den Sprung in den DFB-Pokal. Das war großartig! Als Sportjournalist schreibe ich so, wie ich die Dinge wahrnehme. Nicht jeder teilt diese Sichtweise. Negative Mails oder Kommentare gehören dazu, ernsthafte Probleme gab es zum Glück nie. Lob kommt selten vor: It gschimpft isch globt gnug. Geregelte Arbeitszeiten? Nicht in meinem Job. Dafür kann ich tagsüber meine zwei Jungs zum Sport fahren und abends in der Eishockey-Arena stehen.
Zum Padel, übrigens eine der am schnellsten wachsenden Sportarten Europas, kam ich vor rund drei Jahren über einen Freund, der Tennisplätze in Berg zu Padelcourts umgebaut hatte. Ich war sofort fasziniert. Inzwischen spiele ich bei den Padelschwaben Stuttgart (Herren 35) auf Bundesliga-
niveau und bei den Padelmaniacs Ravensburg in der Baden-Württemberg-Liga. Pa-rallel dazu spiele ich weiterhin Tennis beim TSV Eschach. Mein bislang größter Erfolg: Vizemeister bei den Deutschen Padel-Meisterschaften im März in der Kategorie Herren 40. Dieses Gefühl nach dem letzten Ballwechsel? Unbezahlbar. Vor allem, weil ich zuvor noch nie bei deutschen Meisterschaften angetreten bin. Hätte mich vor zwei Jahren jemand gefragt, ob ich einmal um einen deutschen Meistertitel spielen würde, hätte ich nur gelacht: Niemals. Never. Vielleicht ist genau das der Reiz am Sport: Man weiß nie, wohin einen der nächste Schritt führt.“


