„Wir hören die Leute oft sagen: ‚Die sind eine Einheit.‘ Und das stimmt schon, wir sind extreme Familienmenschen. Mannschaftsmenschen. Wir denken immer ans große Ganze, ans Team. Unsere Eltern haben Handball beim TV Weingarten gespielt und trainiert, deswegen waren wir als Kinder eigentlich jedes Wochenende irgendwo in der Halle unterwegs. Trotzdem mussten wir nie Handball spielen. Wir haben auch andere Sportarten ausprobiert, aber am Ende sind wir alle dabeigeblieben.
Miriam (23) ist die Älteste. Sie studiert inzwischen Sport, Mathe und Latein auf Lehramt, spielt in Allensbach in der dritten Liga und hat früher nebenher noch Querflöte gespielt. Johanna (21) war schon immer die Ehrgeizigste. Wenn andere fertig waren, hat sie daheim noch extra Übungen gemacht. Sie war ein halbes Jahr in Dänemark auf einer Sportschule, studiert jetzt Wirtschaftsingenieurwesen in Darmstadt und lebt zusammen mit Pauline (18) in Bensheim, wo beide bei der HSG Bensheim/Auerbach ebenfalls in der dritten Liga spielen. Pauline, das Küken, hat sich früh entschieden, für den Leistungssport von daheim wegzugehen, hat in einer Akademie gewohnt, macht gerade ihr Abi und wird inzwischen an die erste Bundesliga herangeführt. Letzten Sommer holte sie mit der Nationalmannschaft Bronze bei der Europameisterschaft im Beachhandball und kurz darauf Platz 2 bei den World Games in China.
Das Schönste ist immer noch, wenn wir drei gemeinsam bei Beachhandball-Turnieren auf dem Feld stehen. Das passiert gar nicht so oft, weil wir unterschiedliche Positionen spielen. Umso großartiger war der Moment, als wir 2025 gemeinsam die Deutschen Meisterschaften gewannen. Unser Verein: die Caipiranhas Bartenbach. Wir lieben die besonderen Vibes des Beachhandballs. Es läuft Musik, die Spiele sind kurz, dynamisch und ohne Körperkontakt. Die ganze Community ist enorm fair und entspannt. Da macht auch das Zuschauen richtig Spaß! Wir haben als Familie schon unzählige Stunden zusammen im Auto verbracht, sind zu Turnieren nach Holland oder irgendwo quer durch Deutschland gefahren. Und obwohl wir inzwischen in verschiedenen Städten wohnen, wollen wir langfristig eigentlich alle das Gleiche: wieder heim ins Schussental.“
Sport verbindet


