Die TWS begleitet den kummunalen Ausbau von PV-Anlagen im Pachtmodell

Sonnenstrom für Bad Wurzach

vom 17. Juli 2026
Autor: Meike Winter
Fotos: Felix Kästle
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Die Stadt Bad Wurzach treibt den Ausbau erneuerbarer Energien gemeinsam mit der TWS konsequent voran. Ziel ist es, künftig jedes Jahr rund 200 Kilowatt-Peak (kWp) Photovoltaikleistung auf städtischen Gebäuden zu installieren. Der Gemeinderat hat dafür im März 2026 einstimmig grünes Licht gegeben.

Ausbau mit langfristiger Perspektive
Die Voraussetzungen dafür sind gut: Als flächenmäßig drittgrößte Kommune Baden-Württembergs verfügt Bad Wurzach über zahlreiche geeignete Dachflächen von Schulen und Mehrzweckhallen über Verwaltungsgebäude bis hin zu Feuerwehrhäusern. Dennoch blieb der Ausbau bislang hinter den eigenen Erwartungen zurück. „Die Stadt hat bereits einzelne PV-Anlagen umgesetzt, ist aber beim Ausbau an finanzielle Grenzen gestoßen“, erklärt Marc Schwarz, Account Manager Energielösungen und Energie bei der TWS. „Deshalb sind wir aktiv auf die Kommune zugegangen und haben vorgeschlagen, den Ausbau gemeinsam über ein Pachtmodell voranzutreiben.“

Pachtmodell für konsequenten PV-Ausbau
Das Modell ist vorteilhaft: Die TWS plant, finanziert und errichtet die Anlagen auf den städtischen Gebäuden. Anschließend pachtet die Stadt die Anlagen und nutzt den erzeugten Strom direkt vor Ort zum Beispiel in Verwaltungsgebäuden, Turnhallen oder anderen kommunalen Einrichtungen. Überschüssiger Strom wird ins Netz eingespeist, die Einspeisevergütung erhält die Stadt. „Für die Kommune bedeutet das: keine hohen Anfangsinvestitionen, keine zusätzliche Belastung des Kernhaushalts und trotzdem ein schneller Ausbau der Solarenergie“, so Marc Schwarz.

200 kWp pro Jahr als gemeinsames Ziel
Künftig sollen jährlich etwa 200 kWp zusätzliche Leistung installiert werden. Grundlage dafür ist eine Rahmenvereinbarung zwischen Stadt und TWS. Dazu wird einmalig ein Pachtvertrag mit einer Laufzeit von 18 Jahren abgeschlossen. Die Stadt kann dadurch ihr vorhandenes Budget gezielt für notwendige Dachsanierungen oder die Modernisierung der elektrischen Infrastruktur einsetzen. Denn viele kommunale Gebäude müssen zunächst technisch ertüchtigt werden, bevor eine PV-Anlage installiert werden kann. Gleichzeitig schafft das Modell Planungssicherheit. „Die monatlichen Pachtkosten sind kalkulierbar und können langfristig in die Haushaltsplanung integriert werden“, erklärt Schwarz. „Außerdem profitiert die Stadt dauerhaft von günstigem Solarstrom.“

Klimaziele im Blick
Schon heute betreibt Bad Wurzach mehrere Photovoltaikanlagen auf öffentlichen Gebäuden. Allein im Jahr 2025 wurden auf fünf kommunalen Liegenschaften insgesamt 168 kWp installiert, unter anderem auf dem Hallenbad, dem Kurbetrieb und einem Feuerwehrhaus. Mit dem neuen Ausbauprogramm soll dieses Tempo verstetigt werden. Die Stadt sieht darin einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur klimaneutralen Verwaltung. Auch wirtschaftlich überzeugt das Modell: Laut Sitzungsvorlage wäre ein Eigenbau zwar geringfügig günstiger, allerdings nur dann, wenn ausreichend Eigenmittel vorhanden wären. Sobald Kredite nötig würden, sei das Pachtmodell wirtschaftlicher.

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