Für spontane Sommermomente ganz ohne Fernreise zeigen wir euch Lieblingsorte und kleine Touren für Wassernixen, Waldstreifer, Kulturentdecker und Familienmenschen. Und in unserer Kategorie „Freigeist“ findet ihr kleine Mikroabenteuer für zwischendurch.
Waldstreifer
Der Genießerweg Altdorfer Wald
Der „Genießerweg Altdorfer Wald“ ist eine der schönsten Rundwanderungen rund um Weingarten, Nessenreben und den südwestlichen Altdorfer Wald. Besonders reizvoll ist die Mischung aus Wald, Wasser, Geschichte und Aussicht – ohne dass die Tour zu sportlich wird.
Sie startet am Freibadparkplatz Nessenreben und führt entlang des Stillen Bachs auf dem wasserbauhistorischen Wanderpfad durch den Wald. Dieses Kanalsystem wurde bereits im 12. Jahrhundert von Mönchen angelegt. Weiter geht’s entlang der Nord- und Ostseite des Rößlerweihers, dann zum Aussichtspunkt Zundelbacher Linde, liebevoll „Lindele“ genannt, und rund 150 Stufen hinauf zum Barbarossastein. Danach führt der Weg hinab ins Lauratal. Kurz noch die Fü.e in die Scherzach strecken, die letzte Energie an den Geräten des Waldsportlehrpfads loswerden und schließlich den Tag am Grillplatz Nessenreben oder im Freibad ausklingen lassen.
- Länge: ca. 9,5 Kilometer
- Dauer: ungefähr 2,5 bis 3 Stunden
- Schwierigkeit: leicht bis mittelschwer (familienfreundlich, aber abschnittsweise steile Waldpfade; für Kinderwagen nur bedingt geeignet)
Wassernixe
Neuer Tag, neuer See
1. LANZENREUTER WEIHER (GEMARKUNG SCHLIER / RAVENSBURG-OST)
Ein idyllisch gelegener, kleiner Weiher direkt am Waldrand im Hinterland von Schlier. Er dient oft als ruhiger Pausenplatz für Wanderer und Radfahrer.
Baden ist nicht erlaubt. Es gibt keine offizielle Badestelle oder Infrastruktur. Der Weiher ist stark eingewachsen und dient primär dem Naturschutz.
TIPP: Radtour oder Wanderung am Parkplatz hinter der Gaststätte Hirscheck beginnen, am Wildfreigehege Locherholz vorbei und am Weiher entlang fortführen.
2. BIBERSEE (NAHE DES EHEMALIGEN KIESWERKS FRONHOFEN)
Kleiner Naturbadesee mit viel Schilf, Wiesen und ruhiger Atmosphäre — eher verstecktes Sommergefühl als offizieller Badebetrieb.
Baden ist erlaubt und beliebt.
INFO: Hunde sind am Ufer nicht erlaubt, um die ausgezeichnete Wasserqualität zu bewahren.
3. HOLZMÜHLEWEIHER (BEI VOGT / WALDBURG)
Er liegt im bewaldeten Gebiet nahe Waldburg. Landschaftlich wunderschön eingebettet gilt er unter Einheimischen als kleiner Geheimtipp.
Baden ist erlaubt. Es gibt eine naturnahe, ausgewiesene Badestelle (teilweise mit Liegewiese).
INFO: Der Holzmühleweiher ist auch mit dem Auto bestens zu erreichen.
4. LENGENWEILER SEE (BEI WILHELMSDORF)
Er ist ein kleiner Naturbadesee in Wilhelmsdorf-Esenhausen mit Spielplatz und Liegewiese und damit deutlich ruhiger als der nahegelegene Pfrunger-Burgweiler-Ried-Komplex.
Baden erlaubt? Ja. Es gibt ein charmantes Naturstrandbad am Ufer.
TIPP: Der See ist im Sommer ein toller, weniger überlaufener Tipp für Familien.
Familienmensch
Lernen, spielen und erleben
Raus in die Natur, viel freie Spielzeit und dennoch immer ein kleines Abenteuer, das hinter der nächsten Ecke lauert. Das klingt für Kinder nach „richtigen Ferien“. Wir liefern drei Inspirationen für Bullerbü-Feeling mit der Familie.
1. DAS HOFLADEN-ABENTEUER:
Mit dem Rad oder Auto kleine Hofläden ansteuern und Kinder auf „Schatzsuche“ schicken: Wer entdeckt Erdbeeren, Apfelsaft, Kühe, Traktoren oder den besten Eisplatz?
2. DIE BAUERNHOF-STUNDE:
Bullerbü statt Bildschirm. Viele Bauernhöfe in der Nähe bieten spiel- und lehrreiche Angebote für Kids. Beispielsweise auf dem Rahlenhof dürfen Kinder Tiere füttern, im Heu spielen, Erdbeeren pflücken oder Traktor fahren. Und Erwachsene vergessen kurz, wie spät es ist.
3. DIE WANDER-ACTION:
Wandern? Uäääääh! Die Begeisterung für lange Touren ist bei unseren Minis oft „so mittel“. Doch beispielsweise im Schmalegger Tobel warten schmale Pfade, kleine Brücken, Wasserläufe und moosige Felsen. Genau die Art von Wanderung, bei der Kinder ganz vergessen, dass sie eigentlich laufen.
Kulturentdecker
Kultur vor der Tür
Zwischen Stadtmauern, Burgen und Türmen zeigt das Schussental, wie viel Vergangenheit noch heute sichtbar ist – oft nur ein paar Schritte vom Alltag entfernt.
TÜRME STATT TIMELINE
Den Blaserturm in Ravensburg erklimmen, über die Dächer der Altstadt blicken oder durch schmale Gassen rund um die alten Stadttore streifen: Im Schussental steckt Geschichte oft direkt im Straßenbild.
KLÖSTER STATT KURZURLAUB
Die Basilika in Weingarten, barocke Klosteranlagen oder stille Kreuzgänge zeigen, wie prägend Kultur und Glaube bis heute für die Region sind: beeindruckend selbst für Menschen, die sonst nie Kirchen besichtigen.
BURGEN STATT BILDSCHIRM
Rund um das Schussental liegen immer wieder Burgruinen, Aussichtspunkte und historische Anhöhen versteckt zwischen Wald und Wiesen: perfekt für kleine Entdeckungstouren mit Weitblick.
PARTY STATT PARKPLATZ
Im Sommer werden Innenhöfe, Altstädte und Uferbereiche regelmäßig zu kleinen Freiluftbühnen für Konzerte, Theater, Open-Air-Kino oder Kulturabende. Was gerade stattfindet, zeigt zum Beispiel die Mein Schussental-App.
Freigeist
Urlaub passt auch in zwei Stunden
Egal wo, egal wie lang, egal mit wem: Ihr wollt was erleben, am besten jetzt sofort, vielleicht noch kurz nach Feierabend? Et voilà: eine Portion Inspiration für euer „Mikroabenteuer ab Haustür“.
- Einen Ort besuchen, an dem man noch nie war – obwohl er nur 15 Minuten entfernt liegt
- Picknick zum Sonnenuntergang
- Mit dem Rad einfach „der Nase nach“ fahren
- Einen Bach oder Fluss entlanglaufen, ohne Ziel
- Draußen frühstücken – egal ob Balkon, Park oder Badesteg
- Barfußwege suchen: Wiese, Kies, Waldboden, Wasser
- In einem Hofcafé oder Biergarten landen, das oder den man noch nie getestet hat
- Einen Aussichtspunkt zum Feierabendziel machen
- Im Freien lesen statt auf dem Sofa
- Einen Sommertag komplett ohne Uhr verbringen
- Sich treiben lassen: an jeder spontanen Idee einmal rechts abbiegen
- Eine Nachtwanderung machen
- Im Regen spazieren gehen statt davor wegzurennen
- Straßen oder Orte fotografieren wie ein Tourist
- Einen Tag lang nur regionale Dinge essen und erleben
- Mit dem Zug irgendwo aussteigen, wo man noch nie war
- Im Wald eine Hängematte aufspannen
- Einen Sommertag wie früher verbringen: Eis, Wasser, draußen bis spät abends
- Freunde einladen und gemeinsam „Tourist in der eigenen Region“ spielen
- Einen Kiosk, Markt oder Hofladen suchen, den man sonst nie ansteuert
- Einen Tag lang nur Nebenstraßen nehmen
- Morgens losziehen, ohne den Rückweg zu planen
- Ein „Heute sagen wir zu allem Ja“-Nachmittag
- Den Alltag absichtlich langsam machen: schlendern statt hetzen
- Einen Lieblingssong an einem neuen Ort hören und ihn damit verbinden
