Kein Tag ist wie der andere, wenn Fuad Buleshkaj mit seinen Kollegen losfährt, um Arbeiten am Stromnetz durchzuführen, die Straßenbeleuchtung zu reparieren oder einen Stromverteiler zu überprüfen. Die unterschiedlichen Aufgaben machen den Job spannend und abwechslungsreich. Anfang 2027 beendet er die Ausbildung und kann als Elektroniker für Betriebstechnik bei der TWS durchstarten.
Der Wecker klingelt pünktlich um halb sechs am Morgen – das ist früh. Aber um zehn vor sieben will Fuad in der Firma sein und in seine Arbeitsmontur steigen. Ein Blick aufs Wetter bestimmt die Anzahl der Kleidungsschichten, denn die Elektroniker für Betriebstechnik arbeiten meist draußen.
Die Begrüßung im Team ist kollegial und freundlich, nach einer kurzen Einsatzbesprechung ist klar, mit wem der Auszubildende heute losfahren wird. In der Regel sind sie zu zweit im Team, manchmal auch zu dritt. „Die meisten Kollegen haben ein festes Fahrzeug, da wissen sie genau, wo ihr Werkzeug ist. Nach der Besprechung geht die erste Fahrt ins Lager, um je nach Auftrag das Material für den Tag zu holen.“ Manchmal gibt es mehrere kleinere Baustellen an einem Tag, manchmal auch über Tage hinweg ein größeres Projekt. „Ich finde es gut, wenn es komplizierter ist, was wir zu tun haben. Da sehe ich die Erfolge am Abend, den Fortschritt auf der Baustelle“, so Fuad. Das können Arbeiten an Kabeln sein, die so dick sind, dass sie nur mit der elektrischen Kabelschere durchgeschnitten werden können. Oder es fallen Messungen an, für die ein Prüfgerät in der Größe eines Koffers notwendig ist.
„Ich kann mir nicht vorstellen, jeden Tag im Büro zu sitzen – die Arbeit draußen macht mir Spaß.“
Fuad Buleshkaj, Auszubildender Elektroniker für Betriebstechnik
„Meine Kolleg:innen beantworten fachliche Fragen immer so, dass ich das Thema wirklich verstehen kann, das finde ich gut. Sie unterstützen mich und ich kann schon viele Arbeiten selbstständig durchführen.“ Weil die Berufsschule für die angehenden Elektroniker:innen in Ravensburg ist, können die TWS-Auszubildenden im Wechsel mal an einem oder an zwei Tagen pro Woche zum Unterricht gehen – Blockunterricht gibt es nicht. Die Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik dauert dreieinhalb Jahre – Fuad Buleshkaj wird Anfang 2027 fertig. Der Arbeitstag endet gegen 16 Uhr wieder bei der TWS. Hier gibt es auch einen Raum mit PC-Arbeitsplätzen, an denen die Auszubildenden ihr Berichtsheft schreiben können. „Wer gut darin ist, den Überblick zu behalten und aufmerksam zu bleiben, für den ist die Ausbildung auf jeden Fall zu empfehlen“, sagt Fuad. Denn die Arbeit mit Strom erfordert Konzentration – um Gefahren zu vermeiden und weil schon ein einziges falsch angeschlossenes Kabel schwerwiegende Auswirkungen haben kann. Fuad Buleshkaj wird nach der Ausbildung weiter bei der TWS bleiben. Ans frühe Aufstehen hat er sich inzwischen gewöhnt – die nächste Herausforderung wird dann die nächtliche Rufbereitschaft der Elektroniker.
Für Fuad Buleshkaj, Auszubildender Elektroniker für Betriebstechnik, steht fest: Jeder Tag ist abwechslungsreich und energiegeladen – seine Aufgaben verbinden technisches Know-how, logisches Denken und handwerkliches Geschick. © Felix Kästle
